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Nageldesigner


Das Berufsbild des Nageldesigners

 

Der Beruf des Nageldesigners gehört ins das Berufsfeld des Kosmetikers. Da Nageldesign kein klassischer Ausbildungsberuf ist, wird er über eine selbstständige Aus- und Weiterbildung erlernt. Die Auswahl der Ausbildungsmöglichkeiten am Markt ist sehr groß, jedoch gibt es keine geprüften oder zertifizierten Schulen, sodass man sich die verschiedenen Möglichkeiten genau anschauen sollte, bevor man sich für eine Ausbildung entscheidet.

 

Woher kommen künstliche Fingernägel?

Die Geschichte des künstlichen Fingernagels reicht viel weiter zurück als viele vielleicht vermuten. Bereits in der Ming-Dynastie haben adelige Frauen lange Fingernägel als Statussymbol getragen. Die Griechen im frühen 19.Jahrhundert legten sich Pistazienschalen auf die Fingernägel und Königin Cleopatra modellierte sich Nägel aus Porzellanpulver. Die erste richtige Nagelmodellage erfand der Chemiker Fred Slack, um Nagelkauern zu schönen Fingernägeln zu verhelfen. Nachdem seine Methode ein voller Erfolg wurde, entwickelte er seine Methode weiter. Auch die Idee der Schablone kommt aus der Familie Slack.

 

Welche Voraussetzungen muss ein Nageldesigner erfüllen?

Nageldesigner sind in erster Linie Hand- und Nagelspezialisten. Hierzu gehört natürlich ein umfangreiches Fachwissen zu Hygienekunde, Nagelkrankheiten, chemischen Zusammen-setzungen der Produkte und Verbrauchsmaterialien. Ebenso muss ein Nageldesigner sowohl sehr kreativ, wie auch handwerklich geschickt sein. Ein Gespür für Ästhetik gehört ebenso zu den Anforderungen eines Nageldesigners, wie der tägliche Kundenkontakt. Somit ist eine offene, kommunikative Art unerlässlich, damit sich die Kunden rundum wohlfühlen können. Aber auch die gesamte Organisation, wie Buchhaltung und Marketing, muss beherrscht werden. Ein guter Nageldesigner ist also ein Allrounder und sollte multitaskingfähig sein.

 

Wie wähle ich mein Ausbildungsunternehmen?

Der Erfolg eines Nageldesigners hängt von der Ausbildung und dem eigenem Engagement ab. In jedem Fall sollte daher in eine gute Ausbildung investiert werden, denn dadurch investiert man auch in sich selbst und den eigenen Erfolg. Folgende Punkte sollten bei der Wahl des Ausbildungsinstituts also beachtet werden:

 

1. Der erste Eindruck sollte sauber und gepflegt sein und das sollte sich auch beim genaueren Hinschauen bestätigen

2. Die Trainer sollte bereits umfangreiche Erfahrung im Schulungsbereich mitbringen

3. Die Seminarräume sollten professionell eingerichtet sein und jeder Schulungsplatz sollte mit dem notwendigen Equipment ausgestattet sein

4. Der Theorieteil sollte für alle Schüler anschaulich (z.B. mittels Beamer) übertragen werden

5. Den Schülern werden umfangreiche Seminarunterlagen als Nachschlagewerk zur Verfügung gestellt

6. Die Anzahl der Kursteilnehmer sollte nicht zu groß sein, 6-8 Teilnehmer sind optimal.

7. Nach Trainingsabschluss erhalten alle Teilnehmer ein anerkanntes Zertifikat

8. Die Trainer sollten auch im Anschluss für Fragen zu erreichen sein

9. Es sollten mindestens 18 Praxisstunden am Modell gearbeitet werden. Gerade bei Seminaren in denen gegenseitig gearbeitet wird, kommen viele Teilnehmer eher zu kurz.

 

Wie lange dauert die Ausbildung zum Nageldesigner?

Die Grundausbildung sollte in zwei Etappen erfolgen, bestehend aus Basis- und Aufbauseminar (mindestens je 4 Tage). Dazwischen sollten mindestens 4 Wochen Trainingszeit bzw. 15 Übungsmodelle liegen, damit das Erlernte gefestigt werden kann. Die gesamte Ausbildungszeit hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Geschicklichkeit und konsequentes Training beschleunigen die Ausbildung. Aber auch stetige Weiterbildungen sind wichtig, um ein Feedback für die Arbeit zu bekommen und um nicht von den Mitbewerbern überholt zu werden, so ist die Ausbildung eher ein stetiger Prozess über einen langen Zeitraum. Um eine gute Nageldesignerin zu werden müssen Sie mit mindestens einem Jahr Ausbildungszeit rechnen. Während dieses Jahres sollten möglichst viele Seminare belegt und die gelernten Themen alleine zu Hause vertieft werden. Selbstverständlich kann schon während dieser Zeit ein Kleingewerbe angemeldet und auch Behandlungspreise von den Kunden / Modellen verlangt werden.

 

Was kostet eine professionelle Ausbildung zum Nageldesigner?

Die Kosten für eine Ausbildung zum Nageldesigner inkl. Abschlussprüfung und Erstausstattung liegen zwischen 2.000€ und 3.500€. Da der Beruf des Nageldesigners zu Beginn gerne auch als Zweitberuf ausgeübt wird, kann man sich zur Starthilfe um den sogenannten Bildungscheck bemühen. Mit dem Bildungscheck erhalten Beschäftigte und Unternehmen einen Zuschuss von bis zu 500€ zu den Weiterbildungskosten. Den Bildungscheck erhält man beispielsweise bei der VHS.

 

Welches Arbeitsmaterial wird benötigt?

Das Arbeitsmaterial ist das Handwerkszeug des Nageldesigners. Qualität und Handhabung sollten immer an erster Stelle stehen. Gerade Berufseinsteiger greifen häufig auf günstige – qualitativ minderwertige Produkte zurück, um vermeintlich Geld zu sparen. Dies rächt sich oft an unzufriedenen Kunden. Wenn man sich jedoch für ein qualitativ hochwertiges Produkt entscheidet, werden schneller bessere Ergebnisse erzielt, die Kunden sind zufrieden und werden zu Stammkunden, das Studio gewinnt schnellen Kundenzulauf und es können marktorientierte Preise angeboten werden, um gewinnbringend zu wirtschaften. Fazit: Wer in sein Handwerkszeug und in gute Qualität investiert, kommt unterm Strich auch günstiger dabei weg!

 

 

Abschließend kann gesagt sein, dass jedem, der sich jetzt für den Job des Nageldesigner entscheidet eine spannende Zeit bevorsteht. Technik, Material und Behandlungsmethoden werden ständig neu überarbeitet. Gerade die Grundausbildung zum Nageldesigner bildet daher das Fundament einer guten Ausbildung.

 

Es ist vielleicht noch kein Meister vom Himmel gefallen - mit der richtigen Wahl des Ausbildungsinstituts kann aber jeder einer werden.